Unser LHW rockt! Die „Kromis“

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Ronny Hackenschmidt

schreibt gern und ist Teil unseres Öffentlichkeitsteams

Corona hat ja kaum Gutes hervorgebracht, aber ein Beispiel für Gutes ist die Band „Kromis“ aus unserem Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda, genauer aus der Werkstatt Kromsdorf. Vier gewöhnliche, aber zugleich ganz außergewöhnliche Mitarbeitende der Werkstatt bildeten im Jahre 2021 diese besagte Band. Unter der Leitung von Frank Lepp (Gitarre & Gesang) taten sich Gabriel Mund (Keyboard) sowie Jessica Machts und Theresa Hammer (beide Gesang) zusammen. Nun trug es sich zu, dass die „Kromis“ erste Auftritte bei kleineren Veranstaltungen, natürlich im Rahmen aller Corona Vorschriften, schon Ende 2021 zum Besten gaben. Weitere Auftritte folgten, z.B. bei Berufsbildungsbereich-Abschlussfeiern, zu Jubiläen von Mitarbeitenden, zum Neujahrsempfang im Galerieladen des LHW, beim Geburtstag des Café Paul, zum Gartenfest der Kita Hufeland und zu verschiedenen Baumpflanzaktionen und noch mehr. Anfangs musste noch allerlei Equipment geborgt und ausgeliehen werden. Das ist heute nicht mehr so, denn die Band wurde aufgrund der Beantragung durch Herrn Lepp von der Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda mit 1946, – Euro befähigt, sich eine eigene Musikanlage zu besorgen. Diese Anlage umfasst zwei neue Mikrofone, eine große Standbox samt externer Lautsprecher sowie ein klassisches Mischpult. Dieses Equipment ist nun leicht auf- und abbaubar und passt in jedes Fahrzeug nebst den benötigten Musikinstrumenten. Alles ist miteinander verbunden und bietet Klang vom Allerfeinsten, so dass bis zu 150 Leute hervorragend beschallt werden können. Die „Kromis“ sind also nun seit einer Weile startklar für allerlei öffentliche Auftritte zu den verschiedensten Anlässen. Es werden hauptsächlich deutsche Titel aus den 80ern und 90ern gespielt. Zum Beispiel Interpreten wie Nena, Die Puhdys  oder Keimzeit. Natürlich darf auch Kerstin Ott mit ihrem Lied „Regenbogenfarben“ nicht fehlen. Dem Lied durfte ich beim Interview im Rahmen der Bandprobe beiwohnen.

Treffpunkt zur Bandprobe ist immer am Dienstagvormittag im Übungsraum in Kromsdorf, gleich nebenan ist die Küche. Gabriel, der am Keyboard sitzt, spielt so göttlich, wie mir Herr Lepp versicherte. Nebenbei übt er täglich in seiner Freizeit mit seinem Papa. Auch Xylophon spielt er. Jessica ist, was die Moderation oder Ankündigungen der Band angeht, ein echtes Naturtalent. Alles, was sie singt und wie sie es singt, zeugt von viel Herz und Hingabe zur Musik. Dies ist bei Theresa nicht anders, auch sie hängt sich voll rein ins Geschehen. Herr Lepp, der mir die „Kromis“ vorstellte, spielt selber Gitarre und singt nebenbei. Er ist praktisch der „Band-Leader“. Ein Ziel der Band ist es, sich um zwei Mitglieder zu vergrößern. Es gibt noch weitere Ziele. So zum Beispiel beim Weimarer Zwiebelmarkt 2026 und zur Zeugnisausgabe in der Landenberger Schule aufzutreten. Die Message der Band ist einfach: Es wird deutsch gesungen und man bleibt nostalgisch. Innerhalb der Band werden Songwünsche besonders bevorzugt, eingeübt und vorgetragen. Die Musikanlage hat sich inzwischen bewährt und die Akustik in diesem kleinen Übungsraum war überwältigend. Es machte allen Vieren viel Spaß, das Geübte vorzutragen. Es macht genau solch einen enormen Spaß diesem Treiben zuzusehen, so dass sogar ich bei Tabaluga von Peter Maffay still mitsang und mit dem Fuß wippte. Frei nach dem Motto „Wir leben’s bunt“, nur laut und mit Melodie dahinter, die unter die Haut geht, denn das ist es, was diese vier Menschen durch Musik mitteilen wollen. Hoffentlich schenkt man ihnen auch weiterhin ein offenes Ohr.

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